Aktuelles aus 2026
30. März 2026
Deutsche Minderheit in Giżycko/ Lötzen wählt neuen Vorstand
Der Deutsche Kultur- und Sozialverein in Giżycko/ Lötzen, auch bekannt als Deutsche Minderheit, hat am 14. März einen neuen Vorstand gewählt.
Barbara Rużewicz und Ela Koslowska, die dem Vorstand über viele Jahre hinweg mit großem persönlichem Einsatz, Herzblut und Verlässlichkeit angehörten, stellten sich aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht erneut zur Wahl. Ihr Engagement hat die Vereinsarbeit nachhaltig geprägt. Dafür sprechen wir ihnen unseren tief empfundenen Dank, unsere große Wertschätzung und unseren Respekt aus.
Die Gewinnung neuer Vorstandsmitglieder stellt – gerade vor dem Hintergrund einer sich verändernden Altersstruktur – eine besondere Herausforderung dar. Umso mehr verdient es Anerkennung, dass sich engagierte Menschen gefunden haben, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Arbeit fortzuführen, zumal bei vielen organisatorischen Aufgaben weiterhin auch die deutsche Sprache eine wichtige Rolle spielt.
Zum Vorsitzenden wurde Oliver Geis gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden Waldemar Albowicz. Das Amt der Schriftführerin übernimmt Helga Fitza. Zu Beisitzerinnen wurden Renata Zabrowska und Bożena Tomaszewicz gewählt.
Als eng verbundener und freundschaftlich verbundener Verein erfüllt es uns mit großer Freude und auch ein wenig Stolz, diesen Weg begleiten zu dürfen. Über viele Jahre hinweg ist zwischen uns mehr als nur Zusammenarbeit entstanden – es ist eine gewachsene Freundschaft, die wir sehr schätzen.
Wir gratulieren dem neuen Vorstand von Herzen zur Wahl und wünschen für die kommende Zeit nicht nur viel Erfolg und gutes Gelingen, sondern auch Freude an der gemeinsamen Arbeit, Zusammenhalt und stets die nötige Kraft und Zuversicht für die anstehenden Aufgaben.
Der neue Vorstand von links:
und Bożena Tomaszewicz, Renata Zabrowska, Helga Fitza, Oliver Geis, Waldemar Albowicz
Foto: Ela Koslowska
22. März 2026
Hilfe für die Deutsche Minderheit in Ełk/Lyck
Unser Verein wurde gebeten, die Deutsche Minderheit in Ełk (Lyck) bei dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen. Sowohl der historische Wasserturm als auch das Vereinsheim befinden sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand.
Am Wasserturm sind insbesondere das Dach undicht sowie die Eingangstür verzogen und reparaturbedürftig. Auch das Vereinsheim wurde durch einen erheblichen Wasserschaden stark in Mitleidenschaft gezogen: Eindringendes Wasser hat große Schäden an Möbeln, Wänden und Fußböden verursacht.
Ein besonderer Ort der Begegnung – eine einst wunderschöne große Pergola, unter der wir während unserer Masurenreisen oft gemeinsam mit der Deutschen Minderheit zusammensaßen, gegessen, gelacht und gesungen haben – ist inzwischen marode und einsturzgefährdet.
Die Vielzahl der Schäden stellt uns vor große Herausforderungen, zumal es aktuell an finanziellen Mitteln fehlt.
Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung: Es hat sich eine kleine, engagierte und hochmotivierte Arbeitsgruppe gebildet. Sie besteht aus dem 2. Vorsitzenden der Deutschen Minderheit, der Vorsitzenden, zwei Mitgliedern der Kreisgemeinschaft Ełk/Lyck – inzwischen auch Mitglieder unseres Vereins – sowie mir als Vorsitzenden des Vereins „Freunde Masurens“.
Ermutigt durch die erfolgreichen gemeinsamen Projekte an der Kirche in Warpuny haben wir bereits erste Schritte eingeleitet:
Wir sind sehr dankbar, dass uns unsere erfahrenen Handwerker weiterhin unterstützen und ihre Hilfe auch an anderen Orten anbieten.
Darüber hinaus planen wir, Unternehmen als Partner zu gewinnen. In diesem Zusammenhang haben wir unter anderem ORLEN angesprochen. Das Unternehmen ist ein bedeutender polnischer Mineralöl- und Petrochemie-Konzern und in Deutschland mit über 600 Tankstellen – überwiegend unter der Marke „star“ – vertreten. Der Sitz der ORLEN Deutschland GmbH befindet sich in Elmshorn, was sich als glücklicher Zufall erweist, da dort auch Mitglieder unseres Netzwerks ansässig sind.
Gemeinsam helfen – jede Unterstützung zählt.
Um die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten am Wasserturm, am Vereinsheim und an der Pergola umsetzen zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen.
Ob durch eine Spende, tatkräftige Mithilfe oder die Vermittlung von Kontakten zu möglichen Partnern und Sponsoren – jeder Beitrag hilft, diesen wichtigen Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs zu erhalten.
Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Hilfe.
Kontakt:
info@freunde-Masurens.de
Spenden:
IBAN: DE52 2406 0300 8524 0621 00
Volksbank Lüneburger Heide eG
Gemeinsam können wir viel bewegen, dass haben wir durch die Rettung "unserer Kirche in Warpuny/ Warpuhnen bereits erfahren.
16. März 2026 Tipp
Neues Kant-Museum eröffnet
Im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg ist kürzlich das neue Kant-Museum feierlich eröffnet worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Wissenschaft nahmen an der Veranstaltung teil und erinnerten an das Leben und Wirken des Königsberger Philosophen Immanuel Kant sowie an die bis heute große Bedeutung seines Denkens.
Mit der neuen Ausstellung ist ein besonderer Ort entstanden, der sich Leben, Werk und Wirkung Kants widmet und Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, sich mit seinen Ideen der Aufklärung auseinanderzusetzen.
Das Kant-Museum ist nun auch für die Öffentlichkeit zugänglich und kann im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg besucht werden.
Die beigefügten Fotos zeigen das Kant-Denkmal vor dem Dom in Königsberg (heute Kaliningrad). Die Aufnahme entstanden am 22.06.2015 bei einem Besuch von Kerstin Harms in Kaliningrad (Königsberg).
https://www.ostpreussisches-landesmuseum.de/museum/kantmuseum/
07. März 2026 Urlaubstipp
Urlaub in Masuren
Viele Menschen wenden sich an unseren Verein Freunde Masurens und fragen nach Urlaubstipps für die schöne Region Masuren in Polen– von Übernachtungsmöglichkeiten bis hin zu sehenswerten Ausflugszielen. Gerne geben wir Hinweise weiter, auch wenn es nicht immer einfach ist, etwas zu empfehlen, das man selbst noch nicht ausprobiert hat. Und natürlich spielt bei der Wahl einer Unterkunft auch immer der persönliche Geschmack eine Rolle.
Auf unseren eigenen Reisen übernachten wir häufig im Hotel Panoramic Oscar in Mrągowo/ Sensburg in Masuren und haben dort stets gute Erfahrungen gemacht.
Die Besitzer des Hotels bieten inzwischen auch Ferienwohnungen in Piecki/ Peitschendorf an, etwa 12 km von Mrągowo entfernt. Nach freundlicher Absprache mit der Hoteldirektion dürfen wir auf dieses Angebot auf unserer Homepage hinweisen.
Weitere Bilder und Informationen zu den Ferienwohnungen finden Sie auch auf der Plattform Booking.com (Apartamenty Panoramic Piecki)
Wir wünschen allen Reisenden einen schönen, erholsamen Aufenthalt und viele unvergessliche Eindrücke in der Region Masuren – vielleicht ja bei einem Urlaub am See.
04. März 2026
Prälat Dyzma Wyrostek aus Reszel/ Rössel ist verstorben
Mit großer Trauer haben wir vom Tod von Prälat Dyzma Wyrostek erfahren, der am 2. März im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Für uns war er weit mehr als nur der langjährige Pfarrer der Kirche St. Peter und Paul in Reszel – wir durften ihn über viele Jahre hinweg auf unseren Masurenreisen immer wieder in Reszel treffen.
Diese Begegnungen waren jedes Mal von großer Herzlichkeit geprägt. Prälat Wyrostek war ein außergewöhnlich freundlicher, gastfreundlicher und offener Mensch. Besonders verbunden war er mit unserem inzwischen verstorbenen Pastor Fryderyk Tegler, dessen guter Freund er war. Ihre Freundschaft war spürbar von gegenseitigem Respekt und tiefer Verbundenheit getragen.
Geboren wurde er am 19. August 1940 in Izbica in der Region Lublin. Nach dem Abitur trat er in das Priesterseminar in Olsztyn ein. Seine ersten seelsorglichen Stationen führten ihn als Vikar in die Pfarrei St. Adalbert in Mrągowo, später wirkte er als Pfarrer in Warpuny, wo er in der Pfarrei St. Antonius ein neues Pfarrhaus errichten ließ.
Von 1988 bis 2015 prägte er als Pfarrer das kirchliche Leben in Reszel/ Rössel entscheidend.
Für uns bleibt Pfarrer Wyrostek vor allem als warmherziger Mensch in Erinnerung, der unsere Masurenreisen bereichert hat und immer darauf bestand, dass wir ein Gruppenbild vor der Kirche mit ihm machten. Seine Freundlichkeit, seine Bescheidenheit und seine aufrichtige Art werden uns stets im Gedächtnis bleiben. Wir sind dankbar für die vielen persönlichen Begegnungen in Reszel/ Rössel in der Peter-Paul Kirche und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
19. Februar 2026 Veranstaltungstipp
PRESSEMITTEILUNG vom Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg
Die Tiefe
Lesung mit Ishbel Szatrawska
Dienstag, 3. März 2026 um 18:00 Uhr
Moderation: PD Dr. Agnieszka Pufelska
und PD Dr. Katrin Steffen
Veranstaltungsort: Nordost-Institut (IKGN e.V.), Lindenstraße 31, 21335 Lüneburg
Der Roman »Die Tiefe« erzählt die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen hinweg. Ihr Schicksal ist eng mit dem ehemaligen Ostpreußen verbunden, einer Region, in der seit Jahrhunderten unterschiedliche Kulturen und Identitäten aufeinandertreffen: polnische, masurische, deutsche und litauische. Diese Vielfalt prägte die Menschen und hinterließ tiefe Spuren in ihren Leben.
Die Handlung beginnt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie schildert den Fall von Königsberg und Rastenburg sowie das Vorrücken der Roten Armee. Die Gewalt und die Verluste dieser Zeit prägen die Familie für immer. In der Zeit des kommunistischen Polens wird über diese Vergangenheit kaum gesprochen. Vieles bleibt verdrängt oder wird nur leise weitergegeben. Doch das Schweigen schützt nicht – es wirkt weiter, bis in die nächste Generation. Die alten Konflikte brechen wieder auf.
Ishbel Szatrawska, 1981 im polnischen Olsztyn (ehemals Allenstein) geboren, studierte polnische Literatur und Theaterwissenschaft an der Jagiellonen-Universität in Krakau, wo sie heute lebt und schreibt. Sie ist Autorin von sechs Theaterstücken, darunter »The Life and Death of Mr. Hersh Libkin from Sacramento, CA« (Eurodram Selection 2022). Ihr Debütroman »Toń« (dt. »Die Tiefe«) stand auf Platz 1 der Bestsellerliste für polnische Literatur und wurde zu einem der »10 besten Bücher des Jahres« gewählt.
10. Februar 2026
Schon wieder eine traurige Nachricht aus Masuren
Mit großer Traurigkeit haben wir heute erfahren, dass unsere liebe Freundin und langjährige Wegbegleiterin Krystyna Kozioł, eines der letzten Originale aus Krutyń/ Kruttinnen, im Alter von 86 Jahren im Altenheim in Mikołajki/ Nikolaiken friedlich eingeschlafen ist.
Krystyna war für uns weit mehr als eine Stakerin. Sie hat uns die Kruttinna nicht nur gezeigt, sondern sie uns auch fühlen lassen. Unzählige schöne Stunden durften wir mit ihr auf dem wohl schönsten Fluss Ostpreußens verbringen: in ihren Booten, begleitet von Geschichten, Stille, Gesang und Lachen.
Auch in den letzten Jahren blieb der Kontakt bestehen. Wenn wir in Mikołajki/ Nikolaiken waren, gehörte ein Besuch bei ihr einfach dazu – vertraut, herzlich, selbstverständlich.
Unvergessen bleibt uns der Moment auf unserer Fahrt im vergangenen Jahr, als sie uns vor der Kirche noch ein wehmütiges ostpreußisches Lied sang – ein Augenblick voller Erinnerung, Melancholie und tiefer Verbundenheit.
Krystyna wird in unseren Herzen weiterleben. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit und werden sie in liebevoller Erinnerung behalten.
22. Januar 2026
Nachruf auf Renata Marsch-Potocka
Gestern verstarb unsere liebe Freundin, langjähriges Vereinsmitglied und dpa-Korrespondentin in Warschau, Renata Marsch-Potocka. Sie schlief friedlich im Kreise ihrer Familie in Gałkowo im gesegneten Alter von 90 Jahren ein.
Über viele Jahre hinweg begleitete sie unsere Gruppen während der Masuren-Studienfahrten und führte sie mit großer Sachkenntnis und persönlichem Engagement durch den Salon „Dönhoff“.
Dieser befand sich damals noch in dem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das ihr Sohn Alexander Graf Potocki aus Sztynort (Steinort) – dem Sitz der Grafen Lehndorff – in die Johannisburger Heide hatte versetzen lassen.
Mit ihrer tiefen Kenntnis der Geschichte und Kultur Masurens, ihrer Herzlichkeit und ihrem feinen Sinn für Begegnungen bleibt uns Renata unvergessen. Wir verlieren eine geschätzte Freundin und werden ihr Wirken sowie ihre Verbundenheit mit unserem Verein in dankbarer Erinnerung behalten.
16. Januar 2026
15 Jahre Freunde Masurens – bewegte Eindrücke
Nun haben Sie meinen Bericht über einen Ausschnitt aus 15 Jahren des Vereins Freunde Masurens gelesen und die Bilder noch vor Augen. Viele der geschilderten Begegnungen, Eindrücke und Erlebnisse lassen sich jedoch noch intensiver nachempfinden, wenn sie nicht nur beschrieben und bebildert, sondern auch in Bewegung und mit Ton erlebbar werden. Gerade Atmosphäre, Emotionen, Musik und die kleinen, oft unscheinbaren Details entfalten ihre volle Wirkung erst im bewegten Bild.
Ergänzend zum Text habe ich daher mit viel Freude und Hingabe einen rund 40-minütigen Film zusammengestellt – fast so lang wie eine Dokumentation im Fernsehen. Er greift ausgewählte Inhalte des Berichts in kurzen Videosequenzen auf und fasst sie zusammen. Wer den Text aufmerksam gelesen hat, wird das Beschriebene in den Filmszenen wiedererkennen und seine Bedeutung unmittelbar nachvollziehen können.
Die Aufnahmen zeigen besondere Momente unserer Begegnungen in Masuren, wie Besuche in den Schulen oder Konzerte in der Kirche in Warpuny/Warpuhnen, ebenso wie unsere kleinen Pannen und Eindrücke aus unserer Arbeit. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild der vergangenen Jahre, das den Bericht sinnvoll ergänzt und ihm eine zusätzliche emotionale Ebene verleiht.
Viel Spaß beim Anschauen wünscht Ihnen
Kerstin Harms
Einfach hier auf den Link klicken:
10. Januar 2026 Teil III (s. unter diesem Text an 3. Stelle)
15 Jahre Verein Freunde Masurens e.V.
Am 01.08.2025 feierten wir in Masuren das 15-jährige Bestehen unseres Vereins. Aus diesem Anlass hielt ich (Kerstin Harms) im Rahmen der Sorquittener Gespräche in der evangelischen Kirche in Sorkwity einen Vortrag mit dem Titel „15 Jahre Freunde Masurens e.V.“, in dem ich die Vereinsgeschichte aus meiner persönlichen Sicht schilderte.
Viele Mitglieder waren anwesend, andere konnten leider nicht teilnehmen. Im Nachgang entstand daher der Wunsch, den Vortrag auch schriftlich zur Verfügung zu stellen. Dieser Bitte bin ich zunächst nicht nachgekommen, da Text und Bilder getrennt vorlagen: Der Vortrag wurde vor Ort übersetzt, die Bilder parallel über den Beamer gezeigt.
Nun habe ich mir die Zeit genommen, Text und Bilder zusammenzuführen. Entstanden ist ein PDF-Dokument mit fast 80 Seiten. Um die Lektüre übersichtlich und abwechslungsreich zu gestalten, habe ich den Inhalt in drei Teile gegliedert – auch, um ein wenig Spannung zu bewahren.
Natürlich kann diese Zusammenstellung nur einen Ausschnitt aus 15 Jahren Vereinsarbeit zeigen. Dennoch vermittelt sie einen guten Eindruck von dem, was wir gemeinsam auf den Weg gebracht haben.
Viel Freude beim Lesen und beim Betrachten der Bilder.
Siehe dazu die anliegenden PDF-Dokumente.
Fortsetzung folgt.
Teil I
Teil II
Teil III
Den gesamten zusammenhängenden Bericht über 15 Jahre Verein Freunde Masurens, aus meiner Sicht, können Sie auf der Seite Jubiläum auch im PDF-Format lesen.
01. Januar 2026
Frohes neues Jahr
Ein frohes, gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr wünscht der Vorstand vom Verein Freunde Masurens e.V.
Matthias Nördemann
Kerstin Harms