Foto: Christoph Grygo Feste Boyen
Foto: Christoph GrygoFeste Boyen

Aktuelles

19. Januar 2020

 

Feste Boyen

 

Christoph Grygo besuchte heute die Feste Boyen. Die Festung wurde als preußische Ringfestung in Lötzen zwischen 1847 und 1855 errichtet. Sie liegt zwischen dem Kissainsee, dem südlichsten Teil des Mauersees, und dem Löwentinsee. Die 100 Hektar große Anlage bildete ein Hauptglied der preußischen Befestigungsanlagen, die die östlichen Grenzen Ostpreußens gegen Russland sichern sollten. Sie liegt auf einer strategisch wichtigen Landenge. Preußens Kriegsminister Hermann von Boyen überzeugte König Friedrich Wilhelm IV., dort eine der imposantesten Festungen ganz Masurens zu bauen. Zwischen 1847 und 1855 wurden die Bastionen und Pulvertore, Wassergräben, Kasernen und alle weiteren erforderlichen Gebäude errichtet. Die Festung hat die Form eines siebenzackigen Sterns, die durch die mächtigen Erdwälle, Mauern und Gräben unterstrichen wurde. In die Festung führen vier Tore. Der Hauptzugang ist das doppelte Lötzener Tor mit vorgelagerter Zugbrücke vor dem inneren Tor, daneben gibt es das Rastenburger Tor und das Pulvertor. Bereits bei der Errichtung der Bahnlinie wurde das Wassertor geschlossen. Die Festung wurde 1914 kurzzeitig durch die russische Armee belagert, aber nicht eingenommen.

 

Lesen Sie mehr hierzu auf den Seiten:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Feste_Boyen

http://genwiki.genealogy.net/Feste_Boyen

https://www.polish-online.com/polen/staedte/festung-boyen-loetzen.php

 

15. Januar 2020

 

Weihnachtspost aus Masuren

 

Gestern wurde in den Büroräumen des Vereins Freunde Masurens in Scharnebeck der Weihnachtsbaum geplündert und sich noch einmal an den zahlreichen Briefen und Geschenken aus Masuren gefreut. Viele, viele Menschen haben sich für die "Pakete der Liebe" bedankt, die der Verein zum 1. Advent mit dem Weihnachtstransport für Bedürftige nach Masuren brachte. Unzählige, zum Teil selbstgebastelte Karten und liebevoll gestaltete Weihnachtsgeschenke, erreichten uns.

Auf diesem Wege danken wir allen, die auch uns mit ihrer Weihnachtspost eine große Freude bereitet haben.

 

13. Januar 2020

 

Die tragische Flucht der Ostpreußen vor der Roten Armee

 

Wir gedenken aller, die ihre geliebte Heimat und Angehörige auf der Flucht und im Krieg verloren haben...Artikel aus der heutigen Ausgabe im FOCUS:

 

Vor 75 Jahren, am 13. Januar 1945, startete die große Offensive der Roten Armee gegen die klar unterlegene deutsche Wehrmacht. Für Millionen Deutsche im Osten begann eine Tragödie. Darunter waren 2,5 Millionen Ostpreußen, die sich im eiskalten Winter völlig unvorbereitet auf die Flucht begeben mussten.

Am Tag zuvor war er zu hören gewesen, der Kanonendonner von der Front, die inzwischen bedrohlich nahe an das kleine Dorf Jäglack herangerückt war. Am Mittag dieses neuen Tages Ende Januar 1945 zogen Soldaten der Wehrmacht auf ihrem Rückzug nach Westen durch den Ort und waren entsetzt, dass sie hier noch Einwohner antrafen.

Das war aber gar nicht verwunderlich, schließlich hatte den ostpreußische Gauleiter Erich Koch und die örtliche NSDAP-Kreisleitung jede Flucht vor der heranrückenden Roten Armee untersagt. Wer dem Befehl zu bleiben nicht Folge leistete, musste damit rechnen, standrechtlich erschossen oder am nächsten Baum aufgeknüpft zu werden.

Doch jetzt kannten die Menschen in Jäglack kein Halten mehr. In allergrößter Eile packten sie das notwendigste auf Pferdewagen oder Schubkarren oder Schlitten und machten sich auf die Flucht. Während in unmittelbarer Nähe der Horizont rot leuchtete, weil die Nachbardörfer schon brannten, wurden die Wagen mit Dachkonstruktionen aus Latten und dünnen Brettern versehen, über die Teppiche und Strohmatten gespannt wurden.

Dann wurde alles verstaut, was man für eine längere Flucht brauchen könnte: Kleidung, Bettzeug, Lebensmittel und Hafer für die Pferde. Am Nachmittag setzte sich der Treck der Jäglacker in Bewegung – in eine ungewisse Zukunft.

Temperaturen fielen auf minus 20 Grad

So erinnert sich der Schriftsteller Arno Surminski an die Flucht, die er als Zehnjähriger in diesem eiskalten Winter 1945 erlebte. Das Land war tief verschneit, die Temperaturen waren auf minus 20 Grad gefallen – am Tage. Ganz am Anfang empfand der Junge die Flucht noch als ein spannendes Abenteuer, doch er sollte sich sehr bald besinnen. „Als ich sah, wie hilflos die Erwachsenen waren und dass auch sie selbst allem willkürlich ausgesetzt waren, da war ich sehr verunsichert“.

Arno sollte in den folgenden Wochen auf der Flucht Dinge sehen und erleben, die man keinem Menschen wünscht. Schon gar nicht einem zehn Jahre alten Kind.

Ostpreußen blieb lange vom Krieg verschont

Ostpreußen war bis zum Sommer 1944 vom Zweiten Weltkrieg vollkommen verschont geblieben, weshalb viele Kinder aus dem häufig bombardierten Berlin dorthin in Sicherheit gebracht worden waren. Ende August hatte es dann zwei verheerende Bombenangriffe auf die Hauptstadt Königsberg gegeben, mit tausenden Toten. Im Oktober war die Rote Armee bereits ganz kurz auf Reichsgebiet vorgedrungen, doch hatte sie dann an der Grenze den Vormarsch gestoppt.

Was folgte, war die Ruhe vor dem Sturm der Stalinorgeln, mit denen die Rote Armee am 12. Januar 1945 ihre Winteroffensive startete. Das Ziel war Berlin und der Vormarsch war rasant, denn die Wehrmacht hatte der sowjetischen Überlegenheit nichts mehr entgegenzusetzen. Bei Panzern lautete das Verhältnis bis zu 100 zu 1 und bei Soldaten 20:1.

Adolf Hitler aber hatte alle Warnungen vor dieser Überlegenheit als Hirngespinste abgetan – die Menschen in Ostpreußen sollten für die absurde Fehleinschätzung jetzt bitter bezahlen. Denn außer in einem schmalen Streifen direkt vor der Front hatte der „Führer“ ausdrücklich verboten, die Menschen in den Gebieten zu evakuieren, die von der Roten Armee bedroht wurden. Das galt nicht nur für Ostpreußen, sondern unter anderem auch für Westpreußen oder Schlesien.

Schnell entstand ein unbeschreibliches Chaos auf den Straßen

„Die Hölle riss ihr Maul auf“, schrieb später ein Historiker über das, was nun geschah. Hals über Kopf machten sich im Januar allein im nördlichen Frontgebiet, also in Ost- und Westpreußen, rund 2,5 Millionen Menschen auf die Flucht. Schnell entstand ein unbeschreibliches Chaos auf den Straßen und Wegen, das jeder Beschreibung spottet.

Kilometerlange Trecks zogen zwischen Mitte Januar und Ende März durch das Land und verstopften die Straßen für die sich zurückziehende Wehrmacht. Immer wieder mussten die Wagen in die Straßengräben ausweichen, viele gingen dabei kaputt und konnten nicht mehr weiterbewegt werden. Den meisten Flüchtlingen gingen schon nach wenigen Tagen die Lebensmittel aus und beißender Hunger war die Folge.

Schlimmer aber noch war in den ersten Wochen die unerbittliche Kälte. Ostpreußen erlebte den kältesten Winter seit Jahren. Überall drang diese Kälte ein, da nutzten auch die vielen Jacken, Pullover und Decken nichts, in die die Menschen sich auf den Wagen eingehüllt hatten. Am schlimmsten betroffen waren die Alten und die ganz Kleinen. Viele ältere Menschen starben an der Kälte ganz unbemerkt, während ihr Treck sich durch die Winterlandschaft kämpfte.

Unzählige Kleinkinder erfroren, obwohl ihre Mütter sie verzweifelt an sich drückten, um sie mit ihrer eigenen Körperwärme zu schützen. Aber wenn die Windeln nass waren und es keine trockenen mehr zum Wechseln gab, bestieg die Kälte die kleinen Körper bis es keine Rettung mehr gab.

Die Toten wurden im Schnee verscharrt

Viele Mütter trieb ihre Hilflosigkeit, mit der sie dem Tod ihrer Babys zusehen mussten, im wahrsten Sinne des Wortes in den Wahnsinn. Beerdigt werden konnten all die Toten – die Zahl ging in die Zehntausende – nicht. Erstens reichte dazu die Zeit nicht, denn die Rote Armee war vielen der Trecks dicht auf den Fersen. Und zweitens gab es gar nicht die Möglichkeit, sie zu begraben, denn die Erde war dafür viel zu hart gefroren.

So verscharrten Eltern ihre Kinder, Kinder ihre Eltern, Männer und Frauen ihre Partnerinnen und Partner notdürftig im Schnee am Straßenrand, wo sie, als Tauwetter einsetzte, noch immer lagen. Kilometerlang lagen ebenfalls am Straßenrand oft die Habseligkeiten, die viele Flüchtlinge von ihren Wagen geworfen hatten, um schneller voranzukommen.

Die Menschen, deren Trecks von den Panzern der Roten Armee eingeholt wurden, konnte ebenfalls ein grausames Schicksal erwarten. Wer Glück hatte, schaffte es, seinen Wagen rechtzeitig in den Straßengraben zu fahren, und hatte dann „nur“ das Problem, ihn wieder hinauszubekommen. Im schlechteren Fall walzten die Panzer die Pferdefuhrwerke einfach beiseite und überrollten sie.

Männer eingeholter Trecks wurden oft willkürlich erschossen oder gefangengenommen und in Straflager nach Sibirien geschickt. Frauen wurden massenhaft vergewaltigt, nicht selten vor den Augen der Ehemänner oder Kinder, und wer sich wehrte, wurde ebenfalls oftmals ermordet.

Ständige Angriffe russischer Tiefflieger auf die wehrlosen Trecks sorgten ebenfalls für zahlreiche Tote. Die Rotarmisten fühlten sich berechtigt zu diesem brutalen Auftreten. Hatten nicht schließlich die Deutschen drei Jahre lang, von 1941 bis 1944, genauso in ihrem Land gewütet? Fast jeder hatte während dieser Zeit Frau, Kinder, Verwandte oder Freunde verloren.

„Töte den Deutschen“

Von der sowjetischen Propaganda wurden sie zusätzlich aufgepeitscht. Für den bekanntesten sowjetischen Propagandisten, den Schriftsteller Ilja Ehrenburg, lautete das Motto: „Die Deutschen sind keine Menschen“ und er forderte in seinen zahlreichen Artikeln: „Töte den Deutschen“.

In einem Aufruf der Armeeführung an die Rotarmisten hieß es: „Merke dir, Soldat! Dort in Deutschland versteckt sich der Deutsche, der dein Kind gemordet hat, deine Frau, Braut und Schwester vergewaltigt, deine Mutter, deinen Vater erschossen, deinen Herd niedergebrannt hat. Geh mit unauslöschlichem Hass gegen den Feind vor!“ Keine Frage: Der brutale Krieg, den die Deutschen gegen die Zivilbevölkerung der Sowjetunion geführt hatten, wendete sich jetzt gegen sie selbst. Und genauso wie zuvor, so wurden auch jetzt viele Unschuldige Opfer.

Als besonders fatal für die Flüchtlingstrecks stellte sich heraus, dass es der Roten Armee bereits am 23. Januar gelang, den Landweg nach Westen abzuschneiden. Von nun an hatten die Flüchtlinge nur noch eine Möglichkeit, sich zu retten: über das zugefrorene 70 Kilometer lange und 20 Kilometer breite Frische Haff und dann weiter über die Frische Nehrung, eine schmale Landzunge, über die man Richtung Danzig fliehen konnte. Doch dieser Weg bot besondere Gefahren. Denn das Eis war brüchig und konnte unter der Last der vollgepackten Wagen und der Pferde nachgeben und einbrechen. Dann gab es kaum ein Entrinnen vor dem Ertrinken im eiskalten Wasser.

Die damals 17 Jahre alte Hildegard Rauschenbach aus dem Kreis Pillkallen war mit ihren Eltern nachts am Haff angekommen und beschrieb später, was sie sah: „Als dann der Morgen graute – dieses Bild werde ich nie in meinem Leben vergessen -, sah ich diese endlos lange Schlange von Wagen. Ich hörte dieses leise Knirschen der Räder im Schnee. Die Pferde schnaubten mit den Nüstern und ihr Atem vermischte sich mit der eisigen Winterluft“.

Tausende ertranken in der eiskalten Ostsee

Hunderttausende gelangten auf die Weise in die Hafenstädte Pillau und Danzig. Hier hofften sie, auf eines der Schiffe zu gelangen, die die Flüchtlinge nach Rügen, Dänemark oder Flensburg bringen sollten – eine logistische Meisterleistung der Kriegsmarine. Doch längst nicht alle dieser Schiffe kamen an.

In diesem Winter 1945 ereigneten sich die größten Katastrophen der Schifffahrtsgeschichte, als die „Wilhelm Gustloff“ mit 9343, die „Goya“ mit 6666 und die „Steuben“ mit 3608 Toten von sowjetischen U-Booten versenkt wurden – eine Tragödie in der Tragödie. Zum Vergleich: Beim Untergang der „Titanic“ 1912 kamen 1517 Menschen ums Leben.

Die Soldaten der Roten Armee begingen in dieser Schlussphase des Krieges gegen Deutschland schlimme Kriegsverbrechen gegen unschuldige Menschen. In ihrer Wut auf die deutschen „Bestien“ waren viele von ihnen, aufgeheizt durch die Propaganda, nicht in der Lage, zu differenzieren. Für viele Rotarmisten waren alle Deutschen schuld am Elend, das im deutschen Namen über ihr eigenes Land gekommen war – und nun nutzten sie die Chance zur Rache.

„Meist haben Unschuldige gebüßt“

Man sollte nie vergessen, wo der Ursprung für all das Grauen lag: in Berlin, bei einem größenwahnsinnigen Diktator und seiner Anhängerschaft. Aber doch gilt auch, was der westdeutsche Minister für gesamtdeutsche Fragen Erich Mende, der selbst als Offizier in Ostpreußen gekämpft hatte, nach dem Krieg mit Blick auf das Leid der Menschen zwischen 1939 und 1945 sagte: „Wir haben anderen Schreckliches zugefügt im Krieg, aber wir haben auch gebüßt: Meist haben Unschuldige gebüßt für das, was andere anderen zugefügt hatten. Daher lasst uns nicht aufrechnen, lasst uns überwinden“.

 

Lesen Sie mehr hierzu auf der Seite im FOCUS:

 

https://m.focus.de/wissen/mensch/geschichte/bei-minus-20-grad-unzaehlige-kinder-erfroren-die-tragische-flucht-der-ostpreussen-vor-der-roten-armee_id_11538510.html

 

12. Januar 2020

 

Ein bisschen Geschichte und Heimatkunde von Christoph Grygo aus Krutyń

 

Zwischen unseren aktuellen Themen, über die wir Sie immer zeitnah informieren, möchten wir Sie auch wieder ein wenig mit der Geschichte und Heimatkunde Ostpreußens vertraut machen.

Christoph Grygo aus Krutyń bereist für uns Masuren und schickt Bilder mit den dazu gehörigen Informationen für unsere Homepage.

Heute möchten wir Ihnen Barany (deutsch Barannen, 1938–1945 Barnen) vorstellen. Barany ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Landgemeinde Świętajno (Schwentainen) im Bezirk Olecko (Treuburg) im Kreis Lötzen.

Hier wurde Friedrich Percyval Reck-Malleczewen, eigentlich Friedrich (Fritz) Reck auf dem Gut Malleczewen, am 11. August 1884 geboren. Er war ein deutscher Arzt und Schriftsteller und stand gegen den Nationalismus.

Er verstarb am 16./17. Februar 1945 im Konzentrationslager in Dachau.

 

Lesen Sie mehr hierzu auf den Seiten:

 

https://www.sueddeutsche.de/bayern/todestag-von-friedrich-reck-malleczewen-wider-die-boesen-affen-1.2363420

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Barany_(E%C5%82k)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Reck-Malleczewen

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Reck

 

 

11. Januar 2020

 

Auszeichnung verdienter ehrenamtlicher Helfer im Landkreis Lüneburg

 

Am Freitag trafen sich Pastor Tegler und Kerstin Harms mit den beiden "Geehrten" und gratulierten noch einmal offiziell zu der Auszeichung, denn

am 29.11.2019 wurden zwei treue Mitglieder des Scharnebecker Vereins Freunde Masurens e.V. vom Landrat des Landkreises Lüneburg, Jens Böther, für langjährige und aktive Mitarbeit geehrt. 

Frau Ursula Darmer prüft nicht nur die Kasse, sondern hilft seit der Gründung des Vereins aktiv beim Spenden- und Gabensammeln, beim Sortieren und Packen und begleitet den Weihnachtstransport nach Masuren. Dort pflegt sie freundschaftliche Kontakte zu den Deutschen Minderheiten und verteilt die „Pakete der Liebe“ in Schulen, Alten-, Pflege- und Kinderheimen, Kirchengemeinden, Sozialstationen und an Privatpersonen.

Herr Matthias Nördemann, der zweite Vorsitzende des Vereins, Mitarbeiter beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Uelzen (Schiffshebewerk Scharnebeck), unterstützt den Verein mit Sammelaktionen in der Lüneburger Heide. Pflegebetten, Rollstühle, Rollatoren, Hilfsmittel, Fahrräder und vieles mehr holt er ab und bringt es zu dem Sammelstützpunkt nach Lüneburg. Mit seinem Sohn Thore fährt er die Gaben im LKW nach Masuren, dem Heimatland seiner Frau, und verteilt die Hilfsmittel und Spenden dort an vielen verschiedenen Stellen. Herr Nördemann unterstützt mit seinem fachlichen Wissen, Ideen, Vorschlägen und seiner Kenntnis um die Bedürftigkeit der Menschen in Masuren den Verein.

 

07. Januar 2020

 

"100 Jahre Deutsches Generalkonsulat in Danzig"

 

Der Verein Freunde Masurens e.V. ist von der Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, Frau Cornelia Pieper, zur Eröffnung der Ausstellung "100 Jahre Deutsches Generalkonsulat in Danzig" am Montag, den 03. Februar 2020, sehr herzlich eingeladen worden.

Am nächsten Tag, am Dienstag dem 04. Februar, lädt Frau Pieper zum Neujahrsempfang des Generalkonsulats ebenfalls sehr herzlich nach Sopot/Zoppot ein.

Pastor Fryderyk Tegler und Kerstin Harms sowie das Ehrenmitglied des Vereins Freunde Masurens e.V. Julian Osiecki, ehemaliger Landtagspräsident von Ermland und Masuren, sowie seine Ehefrau Jadwiga, die ehemalige Stadtdirektorin aus Mrągowo/Sensburg, werden an den Veranstaltungen in Sopot/Zoppot und Gdańsk/Danzig ebenfalls teilnehmen.

 

04. Januar 2020

 

Namentuch-Denkmal

 

Die Stiftung Haus im Park (SHiP) aus Hamburg Bergedorf lädt zu einer besonderen Ausstellung am 27. Januar 2020 nachmittags in das Ernst-Deutsch-Theater ein. Es wird dort auch der Bertini-Preis 2020 verliehen.

(Kartentelefon: 040/22701418)

Eine Abordnung des Vereins Freunde Masurens e.V. wird auf Einladung der Initiatorin Frau Dr. Hülsmeyer in Hamburg dabei sein.

Am 11. September 2017 hatte der Verein im Rahmen der Sorquittener Gespräche (sehen Sie die Seite „Sorquittener Gespräche“) eine Ausstellung in Mrągowo/Sensburg in Masuren organsiert. Nicht nur der Verein Freunde Masurens e.V. hatte ein Namentuch gestaltet, angefertigt von unserem Mitglied Hanna Firch, sondern auch sechs Schulen aus Mragowo und Landkreis folgten unserem Aufruf und hatten sich daran beteiligt.

Es kamen über 20 Tücher zusammen, die dort im Kulturzentrum in Mrągowo ausgestellt wurden.

Zu dieser Feier hatte sich auch Frau Dr. Hülsmeyer aufgemacht, die noch nie in ihrem Leben so weit gereist war (s. auch auf der Seite „Aus dem Jahre 2017,    2. HJ, 11. September)

Das Projekt „Namentuch-Denkmal – Garten der stillen Helden“ soll an den zivilen Widerstand und an solidarisches Handeln während der Zeit des Nationalsozialismus erinnern. Hierfür werden die Namen von Menschen, die Verfolgten selbstlos geholfen haben, auf Tücher gestickt und individuell gestaltet. Die Dokumentation zum jeweiligen Tuch erzählt von Mitgefühl und Mut, von Menschlichkeit und Zivilcourage.

Aus den Namentüchern dieser stillen Helden entsteht ein weiches, textiles Denkmal, das auf Wanderschaft gehen kann.

 

Sehen Sie auch weitere Informationen zu diesem Thema:

 

https://www.stiftung-hausimpark.de/namentuch-denkmal

Einige Beispiele:

 

ANTONIA ZABINSKI (1908-1971 und JAN ZABINSKI (1897-1974) versteckten auf dem Zoogelände in Warschau über 300 Menschen, die sie aus dem Ghetto geschmuggelt hatten. Bei Durchsuchungen spielte Antonia Zabinski als Warnung für die Versteckten auf dem Flügel.

 

CLARA BENTHIEN (1887-1962), “Tante Clara“, besaß ein Kellerlokal in Hamburg. Ein Geheimtipp für Hungernde, politisch Verfolgte und Andersdenkende, die dort Hilfe und Unterschlupf fanden.

 

FREDY HIRSCH (1916-1944) hat im KZ Auschwitz eine „Oase“ für die Kinder geschaffen, einen Ort, an dem Kinder die grausame Gegenwart vergessen konnten. Er hat den Tod „seiner Kinder“ nicht überlebt.

 

MATYLDA GETTER (1870-1968) nahm als Mutter Oberin der Ordensschwestern der Mutter Gottes mehrere hundert Kinder aus dem Warschauer Ghetto auf. Sie half mit ihren Ordensschwestern allen Menschen, die sich an sie wandten.

 

IRENA SENDLEROWA (1910-2008) gelang es als Krankenschwester, über 2.500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto zu retten und in polnischen Familien, Waisenhäusern und Klöstern der Ordensschwestern um Matylda Getter zu verstecken.

 

GERDA ROSENBROOK (1896-1992) hat zwei Männern, die als Agenten denunziert wurden und deshalb ins KZ und vor den Volksgerichtshof kamen, selbstaufopfernd geholfen und sich vergeblich für ihre Freilassung eingesetzt. Der eine Mann verstarb in der Haft, den anderen konnte sie unter Einsatz aller ihr möglichen Mittel am Leben halten.

 

02. Januar 2020

 

Familie Grygo beginnt mit den guten Vorsätzen bereits am 01.01.2020

 

Familie Grygo aus Krutyn beginnt mit den guten Gedanken, neuen Ideen und Vorschlägen bereits am ersten Tag des neuen Jahres und setzt die vorgenommenen Ziele und Wünsche des Vereins Freunde Masurens e.V. gleich in die Tat um. Christoph Grygo machte sich am Neujahrstag auf den Weg nach Warpuny/Warpuhnen und traf dort einen Bauleiter, um weitere Arbeiten rund um die Kirche zu besprechen.

Es müssen vor der Kirche Bäume gefällt werden, da die Äste nicht nur das Kirchendach beschädigen, sondern auch die wertvollen Bleifenster zerstören. Des Weiteren muss das Mauerwerk zum Teil erneuert werden, die Treppe und die Türen repariert bzw. ersetzt werden.

Auf diesem Weg danken wir Herrn Christoph Grygo wieder einmal sehr sehr herzlich für den Einsatz, die Kirche in Warpuny zu retten und instand zu setzen.

 

 

Neujahr 2020

 

Wir wünschen allen Mitgliedern, Lesern dieser Homepage und allen Freuden Masurens ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr.

 

Kinder, Kirche und Kultur

 

Mit diesem neuen Slogan wollen wir tatkräftig in das Jahr 2020 starten. Es wird sich einiges ändern, aber die Prioritäten werden die Kinder unserer fünf Patenschulen sein, die Kirche in Warpuny/Warpuhnen und Kultur wie die Sorquittener Gespräche, Friedhöfe, Denkmäler, Patenschaften und vieles mehr… 

Nach wie vor wird es einen Transport zu Weihnachten mit „Paketen der Liebe“, spontane Aktionen, Hilfe und Unterstützung, wo es nottut, geben.

Wir, der Vorstand und alle aus dem Team, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen, freuen sich auf die neuen Aufgaben.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit auch im Jahr 2020 mit guten Gedanken, neuen Ideen, Vorschlägen und finanzieller Hilfe.   

 

Im Namen des ganzen Vorstandes

 

Kerstin Harms, Vorsitzende

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Verein Freunde Masurens e. V., Hauptstraße 1a, 21379 Scharnebeck Telefonnummer: 04136 / 9 10 57 3, Faxnummer: 04136 / 9 00 69 57 E-Mail:info@freunde-masurens.de, www.freunde-masurens.de